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Pflegeeltern von Schulkindern sein

Mit parallelem Angebot für Kinder

1. Treffen: Samstag, 18. November 2017
2. Treffen: Samstag, 20. Januar 2018
3. Treffen: Samstag, 14. April 2018
jeweils 10–14 Uhr, Zürich

Zielgruppe: Pflegeeltern mit ihren Pflegekindern im Alter von ca. 6–12 Jahren.

Inhalt: Pflegekinder im Schulalter stehen neben den allgemeinen Entwicklungs- und Lernaufgaben zusätzlichen Herausforderungen gegenüber, weil sie eben Pflegekinder sind. Es geht für sie darum,

  • mit der Zugehörigkeit zu verschiedenen Bezugspersonen und Familiensystemen zurechtzukommen, in der Schule und Freizeit den Kameraden erklären zu können, warum sie nicht bei ihren Eltern aufwachsen,
  • sich in oft ganz unterschiedlichen Kulturen von Familienleben hin und her zu bewegen.

Pflegekinder im Schulalter haben also nicht nur den Alltag, der ihnen einiges abverlangt, sie werden auch emotional besonders gefordert. Pflegeeltern begleiten ihre Kinder in dieser oft anspruchsvollen Zeit. Sie müssen die Pflegekinder verstehen, um im richtigen Moment für Gespräche bereit zu sein und manchmal auch schwierige Momente in der Beziehung zum Kind auszuhalten.

In diesem Angebot können Pflegeeltern ihre persönlichen Themen einbringen; Fragen könnten sein: Wo entstehen im Zusammenleben mit dem Kind Schwierigkeiten? Was braucht mein Pflegekind von mir? Wie kann ich mein Kind bei Schule und Hausaufgaben unterstützen? Wie kann ich selber gelassen bleiben, auch wenn mich der Alltag belastet?

Aufbau: Die Pflegeeltern treffen sich an drei Vormittagen mit kleinem Lunch. In allen Einheiten werden jeweils die Fragestellungen der Pflegeeltern aufgegriffen, reflektiert und mit fachlichen Inputs hilfreiche Alternativen entwickelt. Die Pflegeeltern haben zwischen den Treffen Zeit, neue Wege im Alltagsgeschehen zu erproben und zu schauen, was gelungen ist oder was unbefriedigend war, um weitere hilfreiche Anregungen zu bekommen.

«Werkstatt über mich» für die Kinder der teilnehmenden Pflegeeltern

Während die Pflegeeltern sich mit spezifischen Erziehungsthemen auseinandersetzen, können die Pflegekinder an den ersten beiden Vormittagen räumlich getrennt eine Biografiewerkstatt besuchen. In der Werkstatt beschäftigen sie sich mit ihrer eigenen Persönlichkeit. Die Kinder malen, kleben, schreiben – je nach Vorliebe. Ein «Buch über mich» entsteht. Die Gruppe ermöglicht in einer Atmosphäre der Geborgenheit den Austausch mit anderen Pflegekindern, die ähnliche Erfahrungen teilen. Geleitet wird die Veranstaltung von zwei erfahrenen Fachpersonen, Sandra Lippuner und Urs Bachmann.

Ziele:

  • Die Pflegemütter und Pflegeväter setzen sich mit ihren eigenen Haltungen und Erziehungsvorstellungen auseinander.
  • Die Pflegemütter und Pflegeväter erkennen, was ihr Pflegekind braucht.
  • Die Pflegemütter und Pflegeväter entwickeln und erproben neue Ideen und Strategien und gehen gestärkt in den anspruchsvollen Alltag zurück.

Methoden: Inputs der leitenden Fachperson; Erfahrungsaustausch mit anderen Pflegeeltern; Erproben von Handlungsalternativen (auch zwischen den einzelnen Einheiten); Einbezug der Kinder als zusätzlichen Erfahrungsraum.

Leitung: lic. phil. Sabine Brunner, Psychologin, Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche und Familien, Mitarbeiterin am Marie Meierhofer Institut für das Kind; lic. phil. Barbara Raulf, Sozialpädagogin, Mitarbeiterin PACH

Kosten: Paare mit Kind 230 CHF, Einzelpersonen mit Kind 180 CHF (kleiner Lunch inbegriffen); pro Kind zusätzlich 50 CHF (eine Teilnahme ohne Kind ist je nach Situation auch möglich).
Kursgrösse: 5–8 Kinder mit ihren Pflegeeltern (einzeln oder Paare)
Anmeldung: Hier geht’s zum Anmeldeformular; Anmeldeschluss: 3. November 2017