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Pflegekind sein

Alle Kinder haben wichtige Grundbedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit sie sich gut entwickeln können. Alle Kinder haben auch spezifische Aufgaben zu bewältigen, die zu ihrem jeweiligen Lebensabschnitt und ihrer Kultur gehören. Für Pflegekinder gibt es zusätzliche Anforderungen.

Grundbedürfnisse von Kindern

Alle Kinder haben Grundbedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit sie sich gut entwickeln können. Aus Wissenschaft und Praxis geht hervor, welche Grundbedürfnisse erfüllt sein müssen.

Nach Brazelton und Greenspan (2002) haben Kinder das Bedürfnis nach

  • beständigen liebevollen Beziehungen
  • körperlicher Unversehrtheit, Sicherheit und Regulation
  • Erfahrungen, die auf individuelle Unterschiede zugeschnitten sind
  • entwicklungsgerechten Erfahrungen
  • Grenzen und Strukturen
  • stabilen, unterstützenden Gemeinschaften und kultureller Kontinuität
  • einer sicheren Zukunft für die Menschheit

(Quelle: Brazelton, T.B.; Greenspan, S.I.: Die sieben Grundbedürfnisse von Kindern, was jedes Kind braucht, um gesund aufzuwachsen, gut zu lernen und glücklich zu sein. Weinheim 2002)

Psychische Widerstandsfähigkeit

Wenn solche Grundbedürfnisse nicht erfüllt sind, kann es zu Fehlentwicklungen kommen. Pflegekinder haben von ihren Bezugspersonen nicht oder nicht immer bekommen, was sie existentiell brauchen, zum Beispiel Nahrung oder feinfühlige emotionale Zuwendung und Zärtlichkeit. Wenn die Erwachsenen, von denen das Kind abhängig ist, es allein lassen und es damit einer grossen Angst aussetzen, wenn sie seine Persönlichkeit missachten und es nicht vor Gefahren schützen, so verletzen sie dadurch das Kind körperlich und psychisch und gefährden seine Entwicklung. Pflegekinder sind verletzte und traumatisierte Kinder, was sie erlebt haben, übersteigt ihre Fähigkeiten, das Erlebte zu bewältigen.

Pflegekinder sind Kinder, die in eine Pflegefamilie gekommen sind, weil ihre Eltern nicht in der Lage waren, ihre Bedürfnisse angemessen zu erfüllen. Manche Eltern haben dies erkannt und ihre Kinder selbst untergebracht oder in eine Platzierung eingewilligt. Viele dieser Kinder zeigen ein Verhalten, das anders ist als das von Kindern, die sich ungestört entwickeln konnten. Wie stark und auf welche Weise sich bei Pflegekindern Fehlentwicklungen zeigen, hängt unter anderem von der Individualität des Kindes ab, von der Vorgeschichte, der Dauer und dem Grad der Nicht-Erfüllung seiner existentiellen Bedürfnisse. Viele Kinder entwickeln sich trotz widriger Umstände dennoch gut. Ein wichtiger «Resilienzfaktor» (Resilienz = psychische Widerstandsfähigkeit) ist dabei eine verlässliche Person, an die sich die Kinder wenden können. Jedes Kind ist auf mindestens eine liebevolle, erwachsene Bindungsperson angewiesen, damit es sich zu einer zunehmend selbständigen Person entwickeln kann.

Die zusätzlichen Anforderungen an Pflegekinder

Alle Kinder haben spezifische Aufgaben zu bewältigen, die zu ihrem jeweiligen Lebensabschnitt und ihrer Kultur gehören. Sie müssen dabei persönliche und gesellschaftliche Anliegen vereinbaren. Pflegekinder stehen vor zusätzlichen Anforderungen. Sie müssen die biografische Beziehungs- und Bindungserfahrung aufarbeiten, eine als wohlwollend und unterstützend eingeschätzte Beziehung zu den Pflegeeltern aufbauen und die Möglichkeit wahrnehmen, ein weiteres soziales Netz zu Verfügung zu haben. Die Beziehungsgestaltung mit zwei Familien, der Umgang mit Loyalitätskonflikten und die Identitätsbildung als Pflegekind zwischen zwei Familien sind ebenfalls zusätzliche Aufgaben für Pflegekinder.

Wie jedes Kind braucht auch ein Pflegekind, dass seine Grundbedürfnisse erfüllt werden. Weil Pflegekinder jedoch in ihrer Entwicklung oft nachhaltig geschädigt wurden, brauchen sie zusätzlich Unterstützung, um all diese Anforderungen bewältigen zu können. Vor allem aber müssen Pflegekinder, die meistens gegen ihren Willen und oft gegen den Willen der Eltern von ihnen getrennt leben, zuerst wieder Beziehungen und Vertrauen aufbauen können. Dies ist möglich, aber es erfordert von allen viel: Von den Kindern selbst, von den leiblichen Eltern, die dazu mindestens innerlich «ja» sagen müssen, von den Pflegeeltern und deren leiblichen Kindern. Auf der Grundlage von neuen, tragfähigen und kontinuitätsorientierten Beziehungen zu Erwachsenen, die die Bedürfnisse der Kinder erfüllen, können Pflegekinder zusätzliche und normative Anforderungen bewältigen, sich entwickeln und Entwicklungsschritte nachholen.


Pflegeeltern sein

Pflegeeltern übernehmen eine wichtige Aufgabe im Dienste der Gesellschaft. Sie brauchen viel Geduld und Einfühlungsvermögen, um die besondere Situation der Pflegekinder zu verstehen. 

Wenn Eltern das erste Kind bekommen, verändert sich ihr Leben grundsätzlich. Aus dem Paar wird eine Familie. Jedes weitere Kind verändert das Familienleben. Aus dem ersten Kind wird ein Bruder/eine Schwester mit all den Vor- und Nachteilen von Geschwisterbeziehungen. Das, was bisher für drei reichte, muss nun durch vier geteilt werden. Es gibt mehr Freude, es gibt mehr Sorgen.

Wenn eine Familie ein Pflegekind aufnimmt, ist die Situation ähnlich, aber noch etwas komplizierter. Es wäre falsch davon auszugehen, dass das Pflegekind einfach dazu kommt und alles wie bisher weiterläuft. Weil das Pflegekind nicht in die Pflegefamilie hinein geboren wurde und meist eine belastende Vorgeschichte hat, bringt es viel Unbekanntes und Fremdes mit in die Familie: neues Verhalten, neue Erfahrungen, eine fremde Verwandtschaft. Wenn schon eigene Kinder in der Familie sind, müssen diese Platz machen für das Pflegekind. Sie müssen aushalten, dass dieses Kind besondere Ansprüche an ihre Eltern stellt und dass ihre Eltern sich in besonderer Weise um dieses Kind bemühen.

Ein Pflegeverhältnis hat auch zur Folge, dass neue Personen, mit denen die Familie sonst kaum in Berührung gekommen wäre, plötzliche eine Rolle spielen: Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Beiständinnen und Beistände, Fachleute. Pflegeeltern übernehmen eine öffentliche Aufgabe in ihrem privaten Raum. Dafür müssen sie bereit sein, sich nach aussen zu öffnen, flexibel, ansprechbar und veränderbar zu sein. Die Familie ist gefordert, eine neue Identität als Pflegefamilie zu entwickeln.

Paarbeziehung der Pflegeeltern

Die Aufnahme eines Pflegekindes bringt für die ganze Familie viel Unruhe und Unsicherheit mit sich. Es ist äusserst wichtig, dass die Familie die Entscheidung zum Pflegekind gemeinsam getroffen hat und die Eltern bereit sind, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Aufgrund ihrer meist belastenden Vorgeschichte und der schmerzhaften Trennung von ihrem bisherigen Zuhause braucht es dazu viel Geduld und grosses Einfühlungsvermögen. Um die Aufgabe als Pflegeeltern bewältigen zu können, braucht es vor allem eine tragfähige Beziehung zwischen den Lebenspartnern, damit Konflikte konstruktiv ausgetragen und Krisen gemeinsam überwunden werden können.

Pflegekinder haben oft chaotische Lebenssituationen und viele Verletzungen erlebt. Damit sie Sicherheit und Halt in der neuen Familie bekommen, brauchen sie vor allem vertraute, verlässliche und verfügbare Bezugspersonen. Als Pflegeeltern den Pflegekindern diese Chance zum Aufwachsen zu geben, ist eine erfüllende Aufgabe für die ganze Familie.

Eigene Kinder

Viele Pflegeeltern haben eigene Kinder. Auch für diese ist die Aufnahme eines Pflegekindes nicht einfach. Das Pflegekind bringt Verhaltensmuster mit, die bisher unbekannt waren oder von den Eltern abgelehnt wurden. Die Aufnahme eines Pflegekindes verändert Regeln, Normen und Gewohnheiten von allen Familienmitgliedern. Notwendigerweise muss sich die Pflegefamilie an den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Pflegekindes orientieren. Pflegekinder brauchen oft klare Grenzen und eine konsequente Haltung. Das kann die Pflegeeltern dazu bringen, den bisherigen Umgang mit Grenzen und Konsequenzen zu überdenken und vielleicht zu verändern. Natürlich wirkt sich dies auch auf die Kinder aus, die schon vor dem Pflegekind in der Familie gelebt haben. Somit müssen auch die eigenen Kinder entsprechend viel leisten, sich neu orientieren und einen neuen Platz in der Familie finden.

Erwägt eine Familie, ein Pflegekind aufzunehmen, ist es ganz wichtig, die eigenen Kinder in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen. Die eigenen Kinder haben das Recht, ihre Meinung zum Entscheid zu äussern. Sie müssen auch über alles informiert werden, damit sie eine Vorstellung davon haben, was auf sie zukommt und was es für sie bedeutet, wenn ein neues Geschwister aus einer anderen Familie, mit einer möglicherweise schwierigen Geschichte, zu ihnen kommt. Unter Umständen reicht es nicht, nur darüber zu sprechen: Pflegeeltern können zum Beispiel ein Kind während der Ferien aufnehmen, um ihren Kindern ein Erleben zu ermöglichen. So oder so müssen die eigenen Kinder mit der Aufnahme eines Pflegekindes einverstanden sein.

Auch wenn die eigenen Kinder einverstanden waren mit der Aufnahme eines Pflegekindes und sich auf das neue Geschwister gefreut haben, kann es sein, dass sie sich zurückgesetzt fühlen, wenn das Kind wirklich da ist. Sie sind möglicherweise eifersüchtig und geraten ausser sich: Alles dreht sich scheinbar nur noch um das Pflegekind. Pflegeeltern müssen sich bewusst sein, dass sie viel von ihren Kindern verlangen, wenn sie ein Pflegekind aufnehmen. Andererseits kann es für diese eine Bereicherung und eine wichtige Erfahrung sein, mit Pflegegeschwistern aufzuwachsen.

Damit das Zusammenleben von eigenen Kindern und Pflegekindern fruchtbar wird, dürfen Unterschiede zwischen ihnen bestehen bleiben. Es ist einfacher, wenn es klar ist, dass Pflegekinder und auch die eigenen ihre Besonderheiten und ihre Schwierigkeiten haben. Pflegeeltern müssen es auch aushalten können, dass sie zum Pflegekind nicht dieselbe Nähe und Vertrautheit empfinden wie zu den Kindern, die schon immer mit ihnen gelebt haben. Das ist natürlich, und das stellt keine Gefahr dar für das Pflegeverhältnis.

Für Pflegeeltern kann es manchmal auch schwer zu ertragen sein, dass sie dem eigenen Kind konfliktreichere Bedingungen zumuten. Sie bekommen deswegen vielleicht auch Schuldgefühle ihren eigenen Kindern gegenüber. Für die Beziehung zwischen den Pflegeeltern und ihren leiblichen Kindern sind daher Freiräume von grosser Bedeutung: Möglichkeiten, auch ohne die Pflegekinder gemeinsam etwas zu unternehmen. Die eigenen Kinder brauchen vielleicht die Gewissheit, dass sie auch weiterhin eine exklusive Beziehung mit Mutter und Vater haben dürfen.

Die eigenen Kinder von Pflegeeltern spielen eine wichtige Rolle für die Integration eines Pflegekindes in die Familie. Gerade Kinder mit seelischen Verletzungen und Entwicklungsrückständen können enorm viel lernen und grosse Fortschritte machen im alltäglichen Zusammenleben mit Kindern, die geborgen aufgewachsen sind. In allen Lebens- und Entwicklungsbereichen – vom Umgang mit Spielsachen bis hin zum Mithelfen im Haushalt – wirken sie als Vorbild. Natürlich ist es nicht Aufgabe der leiblichen Kinder, die Pflegekinder zu erziehen. Für ihre Geduld, ihr selbstverständliches Mittragen, ihren Verzicht auf vieles und für das, was sie ständig leisten, sollten sie von ihren Eltern Anerkennung und Dank erhalten.

Dienstleistungsangebote in der Familienpflege

Pflegeeltern haben die Möglichkeit, in ganz unterschiedlichen Kontexten mit Pflegekindern zusammen zu leben. Ein grosser Teil der Pflegeeltern nimmt Pflegekinder aus dem sozialen Umfeld oder der eigenen Verwandtschaft auf, andere Pflegeeltern bekommen ein Pflegekind über einen Sozialdienst ihrer Wohngemeinde oder ihrer Region vermittelt und werden von Fachpersonen dieses Dienstes begleitet.

Und dann gibt es auch Pflegeeltern, die sich einer Organisation anschliessen, die Dienstleistungsangebote in der Familienpflege erbringt – sie lassen sich von der Organisation anstellen und begleiten. Die Vielfalt an Organisationen ist gross. Je nach Organisation gelten andere Schwerpunkte. Wir empfehlen Personen, die Pflegeltern werden möchten, sich über die verschiedenen Rahmenbedingungen genau zu informieren und sich dann ihren Bedürfnissen entsprechend zu entscheiden, ob und mit wem sie den Weg als Pflegeeltern gehen möchten.

Pflegeeltern aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis

Mehr als die Hälfte der Pflegeverhältnisse entsteht in der Verwandtschaft oder im nahen sozialen Umfeld der Familie. Solche Pflegeverhältnisse fussen oft nicht auf dem bewussten Entscheid «Wir möchten ein Pflegekind aufnehmen», sondern ergeben sich meistens aus einer Notsituation im familiären Umfeld. Liebe zum verwandten Kind, Verpflichtungsgefühl, Erwartungen des Familienverbandes oder die Überzeugung, einem Kind helfen zu wollen, spielen vielleicht eine Rolle.

Indem Verwandte oder Freunde der Herkunftseltern deren Kind zu sich nehmen, verändert sich für sie vieles; zum Beispiel das Verhältnis von Oma und Opa zu ihrem Enkel:  Aus der geliebten Omi oder der Lieblingstante werden Personen, die Forderungen stellen, Konflikte mit dem Kind austragen und alles das machen müssen, was sonst die Eltern tun. Die schon vorhandene Vertrautheit kann dabei sehr hilfreich sein, aber auch zusätzliche Konflikte mit sich bringen.

Möchten Sie Unterstützung? Kaufen Sie hier den «Kleinen Ratgeber für Verwandtenpflegeeltern – und solche, die es werden wollen» von Jürgen Blandow; wir haben das deutsche Papier für Sie an die Schweiz angepasst. Sie können den Ratgeber auch bei uns bestellen.

Verwandtschaftliche Pflegeverhältnisse müssen nicht gratis sein

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat einen bemerkenswerten Entscheid des Bezirksrates Winterthur bestätigt und so zu den finanziellen Ansprüchen von Pflegeeltern, die mit dem Pflegekind verwandt sind, Klarheit geschaffen. Es geht um drei Aspekte:

  1. Die Pflegeeltern haben auf jeden Fall Anspruch auf die Pauschalen entsprechend den Pflegegeld-Richtlinien für Nebenkosten und Bekleidung sowie den Ersatz ihrer Aufwendungen für Versicherungsprämien, Gesundheitspflege, Ausbildung, Freizeit und Taschengeld.
  2. Die Vermutung der Unentgeltlichkeit nach Art. 294 Abs. 2 ZGB fällt dahin, sobald die Pflegeeltern erklären, das Pflegeverhältnis sei nicht unentgeltlich und eine Entschädigung beanspruchen. Ab diesem Zeitpunkt werden die Pauschalen für Unterkunft, Ernährung und die Entschädigung für die Betreuung entsprechend den Pflegegeld-Richtlinien fällig.
  3. Bei verspäteter Einreichung des Gesuchs an die Kindesschutzbehörde hat diese die gesamten Umstände zu prüfen und darf nicht nur die zu späte Einreichung für ihren Entscheid heranziehen.

Diese Klärungen gelten wohl gesamtschweizerisch, da der Entscheid auf Bundesrecht basiert. Dieses Verfahren dauerte mehrere Jahre. Adrian Meyer-Stehli und Gabriela Stehli Meyer, Pflegeeltern und Grosseltern, strengten dieses Urteil an; Peter Grossniklaus, Präsident von Kinderanwaltschaft Schweiz unterstützte sie dabei. RA Stefan Blum von «Mensch&Organisation m&o» in Winterthur war ihr Rechtsvertreter.

Das Vollständige Urteil finden Sie in der Zeitschrift für Kindes- und Erwachsenenschutz ZKE 1/2012 veröffentlicht.

Gleichgeschlechtliche Pflegeeltern

Um den verschiedenen Bedürfnissen von Kindern in schwierigen Lebenssituationen gerecht zu werden, braucht es ein möglichst grosses Spektrum an unterschiedlichen Pflegebeziehungen. In der Praxis zeichnet sich eine Vielfalt pflegefamilialer Formen ab. Diversität kennzeichnet die Pflegekinderhilfe und ist zukunftsweisend.

Die eidgenössische Pflegekinder-Verordnung besagt, dass grundsätzlich alle erwachsenen Personen Kinder in Pflege nehmen können. Auch gleichgeschlechtliche Paare können eine Bewilligung für die Betreuung von Pflegekindern bekommen. Sie sind dazu ebenso geeignet wie andere Paare. Es kommt darauf an, den Pflegekindern ein bestimmtes Umfeld zu bieten, das ihrer individuellen Situation und ihren Bedürfnissen gerecht wird. Um dies zu gewährleisten, müssen die Motivation und die Möglichkeiten von zukünftigen Pflegeeltern abgeklärt werden. Das heisst, die neue Familie muss für das Kind passen und in der Lage sein, seine Entwicklung zu fördern. Dabei sind viele Faktoren zu berücksichtigen, beispielsweise der Umgang mit belastenden Situationen, das soziale Netzwerk und die Bereitschaft, Hilfe anzufordern. Ausserdem ist es wichtig, dass auch die Herkunftseltern sich vorstellen können, ihr Kind bei einem gleichgeschlechtlichen Paar zu platzieren. Sonst werden Besuchskontakte erschwert und es können Konflikte entstehen.

Der Dachverband «Regenbogenfamilien» gibt Auskunft zu allen Fragen rund ums Thema Regenbogenfamilien: www.regenbogenfamilien.ch.