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Adoptionsformen

Sie erhalten die Eignungsbescheinigung als Adoptiveltern jeweils für ein bestimmtes Land, zum Beispiel für die Schweiz. Wenn Sie ein Kind aus einem anderen Land adoptieren möchten, brauchen Sie eine neue Bescheinigung.

Nationale Adoption

Wenn Sie in Betracht ziehen, ein Adoptivkind aufzunehmen und sich für ein Adoptionsverfahren anzumelden, besuchen Sie bitte eine Informationsveranstaltung (PDF). Ausserdem empfehlen wir dringend den Besuch eines Vorbereitungskurses (PDF) für adoptionswillige Paare. Als ersten Schritt melden Sie sich bitte bei der Zentralbehörde Adoption Ihres Wohnkantons; diese wird Sie informieren, welche Unterlagen Sie Ihrem Gesuch beilegen müssen. Diese Behörde ist denn auch zuständig für die Bewilligung.

Hier (PDF) geht’s zum Ablauf eines nationalen Adoptionsverfahrens.

Offene Adoption

Im Gegensatz zur geheimen Adoption finden bei der offenen Adoption Kontakte unterschiedlichster Form zwischen leiblichen Eltern, Adoptiveltern und/oder Adoptivkind statt. Dies kann anonym erfolgen oder unter Bekanntgabe persönlicher Daten wie Name und/oder Wohnort. Mit Inkrafttreten des neuen Adoptionsgesetzes am 1.1.2018 findet sich für diese Form der Adoption zum ersten Mal eine gesetzliche Grundlage.

Ein grosser Vorteil der offenen Adoption kann sein, dass sowohl die adoptierten Kinder wie auch leiblichen Eltern Antworten auf ihre zentralen Fragen erhalten: Weshalb wurde ich weggegeben resp. wie geht es meinem Kind? Gleichzeitig sind die Erwachsenen gefordert, einen konstruktiven Umgang mit der offenen Adoption zu finden (etwa bezüglich der verschiedenen Rollen), damit das Kind keine Loyalitätskonflikte erlebt. Aufgrund verschiedener weiterer Herausforderungen empfiehlt PACH, eine offene Adoption in jedem Fall sorgfältig und professionell begleiten zu lassen. PACH bietet drei verschiedene Module an. Bei ihrer Arbeit kann PACH auf jahrzehntelange Erfahrung in der Beratung zu halboffenen Adoptionen und Herkunftssuchen zurückgreifen und dabei auf eine Vertrauensbasis zu den leiblichen Eltern / den Adoptiveltern bauen, die häufig schon besteht.

Möchten Sie mehr wissen? Hier geht’s zum Flyer.

Internationale Adoption

Sie möchten ein Kind aus dem Ausland adoptieren? Auch in diesem Fall können Sie unsere Informationsveranstaltungen (PDF) und Vorbereitungskurse (PDF) besuchen. Zuständig für die Bewilligung ist die Zentralbehörde Adoption Ihres Wohnkantons.

Hier finden Sie alle Informationen zur internationalen Adoption.

Je nach Land kommt auch für eine internationale Adoption eine offene Adoption infrage.

Haager Adoptionsübereinkommen

Das Haager Adoptionsübereinkommen vom 29. Mai 1993 über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption (HAÜ; SR 0.211.221.311) ist ein multilaterales Übereinkommen im Bereich zwischenstaatlicher Adoptionen und regelt die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden im Herkunftsland des Kindes und im Aufnahmestaat. Das Prinzip der Subsidiarität von internationalen Adoptionen besagt, dass ein Kind erst zur internationalen Adoption freigegeben werden darf, nachdem im Herkunftsland alle Massnahmen gescheitert sind, dem Kind den Verbleib in seiner bisherigen Familie zu ermöglichen oder eine geeignete Aufnahmefamilie zu finden. Das HAÜ ist für die Schweiz am 1. Januar 2003 in Kraft getreten.

Stiefkindadoption

Sie möchten das Kind Ihrer Partnerin / Ihres Partners adoptieren? Neu ist die Stiefkindadoption in allen Paarbeziehungen möglich, unabhängig von der sexuellen Orientierung und dem Zivilstand; die Paare müssen also nicht verheiratet sein oder in einer eingetragenen Partnerschaft leben, aber seit mindestens drei Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen. (Art. 264c ZGB)

Weitere formelle Voraussetzungen und wichtige Gesetzesartikel finden Sie hier.

Ablauf

Nach Eingang des Gesuches bei der zuständigen kantonalen Adoptionsbehörde prüft diese, ob das Dossier vollständig ist und ob die formellen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde am Wohnsitz der gesuchseinreichenden Person – oder eine andere Stelle (z. B. PACH) – lässt durch eine Fachperson einen Sozialbericht anfertigen, erstattet über das Ergebnis der Abklärungen Bericht und stellt einen Antrag zuhanden der Adoptionsbehörde. Anschliessend entscheidet diese über das Adoptionsgesuch. Nach Rechtskraft des Entscheides teilt die Adoptionsbehörde dem Zivilstandsamt am Wohnsitz der adoptierenden Person die Adoption mit. Das Zivilstandsamt orientiert die Einwohnerkontrolle am Wohnort und die Zivilstandsämter der Heimatorte und stellt Ihnen das aktualisierte Familienbüchlein wieder zu.

Ausländische Staaten werden normalerweise nicht von Amtes wegen über die Adoption informiert. Der adoptierenden Person wird empfohlen, sich persönlich um die Anerkennung der schweizerischen Adoption im ausländischen Heimatstaat zu kümmern.

Erwachsenenadoption

Sie möchten eine erwachsene Person adoptieren? Erkundigen Sie sich hier nach den Voraussetzungen.

Ablauf

Nach Eingang des Gesuches bei der zuständigen kantonalen Adoptionsbehörde prüft diese, ob das Gesuch vollständig ist und ob die formellen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bestätigt, ob eine vormundschaftliche Massnahme besteht. Die Adoptionsbehörde entscheidet, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Nach Rechtskraft des Entscheides teilt die Adoptionsbehörde dem Zivilstandsamt am Wohnsitz der adoptierenden Person die Adoption mit. Das Zivilstandsamt orientiert die Einwohnerkontrolle am Wohnort und die Zivilstandsämter der Heimatorte und stellt Ihnen das aktualisierte Familienbüchlein wieder zu.

Ausländische Staaten werden normalerweise nicht von Amtes wegen über die Adoption informiert. Der adoptierenden Person wird empfohlen, sich persönlich um die Anerkennung der schweizerischen Adoption im ausländischen Heimatstaat zu kümmern.