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Erwachsenenadoption

Sie möchten eine erwachsene Person adoptieren?

Formelle Voraussetzungen (Art. 264a–268a ZGB)

Eine mündige oder entmündigte Person darf adoptiert werden,

  • wenn sie infolge körperlicher oder geistiger Gebrechen dauernd hilfsbedürftig ist, und die Adoptiveltern ihr während wenigstens eines Jahres Pflege erwiesen haben,
  • wenn ihr während ihrer Unmündigkeit die Adoptiveltern wenigstens eines Jahres lang Pflege und Erziehung erwiesen haben,
  • wenn andere wichtige Gründe vorliegen, und die zu adoptierende Person während wenigstens eines Jahres mit den Adoptiveltern in Hausgemeinschaft gelebt hat.
  • wenn zwischen den Adoptiveltern und dem Kind ein Altersunterschied von zirka 16 Jahren liegt.

Ist das Adoptionsgesuch eingereicht, so hindern Tod oder Eintritt der Urteilsunfähigkeit des Adoptierenden die Adoption nicht, sofern deren Voraussetzungen im Übrigen nicht berührt werden.

Wird das Kind nach Einreichung des Gesuches mündig, so bleiben die Bestimmungen über die Adoption Unmündiger anwendbar, wenn deren Voraussetzungen vorher erfüllt waren.

Ablauf

Nach Eingang des Gesuches bei der zuständigen kantonalen Adoptionsbehörde prüft diese, ob das Gesuch vollständig ist und ob die formellen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bestätigt, ob eine vormundschaftliche Massnahme besteht. Die Adoptionsbehörde entscheidet, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Nach Rechtskraft des Entscheides teilt die Adoptionsbehörde dem Zivilstandsamt am Wohnsitz der adoptierenden Person die Adoption mit. Das Zivilstandsamt orientiert die Einwohnerkontrolle am Wohnort und die Zivilstandsämter der Heimatorte und stellt Ihnen das aktualisierte Familienbüchlein wieder zu.

Ausländische Staaten werden normalerweise nicht von Amtes wegen über die Adoption informiert. Der adoptierenden Person wird empfohlen, sich persönlich um die Anerkennung der schweizerischen Adoption im ausländischen Heimatstaat zu kümmern.