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Für leibliche Eltern

Persönliche Beratung und Begleitung

Dass Sie in Erwägung ziehen, Ihr Kind zur Adoption freizugeben zeigt, dass Sie sich in einer sehr schwierigen Lebenssituation befinden. Wir sind für Sie da:

044 205 50 40, Mo. bis Do. 10–12 Uhr / 14–16 Uhr, Fr 10–12 Uhr. Oder schreiben Sie uns eine Mail: info@pa-ch.ch; die Beratung ist für Sie kostenlos.

Vielleicht können Sie – mit der nötigen Unterstützungselbst für das Kind sorgen. Wir suchen mit Ihnen auch nach Alternativen zu Adoption, um für Ihr Kind und Sie die beste Möglichkeit zu finden. Wir begleiten und beraten Sie auf dem schwierigen Weg der Entscheidungsfindung.

Kommt es zu einer Adoptionsfreigabe, sind wir diejenige Stelle in der Deutschschweiz, die diesen Prozess zusammen mit Behörden begleitet. Dabei nehmen wir Ihre Wünsche in Bezug auf die künftigen Eltern Ihres Kindes ernst.

Wir zeigen Ihnen eingehend die menschlichen sowie die rechtlichen Aspekte einer Adoptionsfreigabe auf, helfen Ihnen bei der Abwicklung der Formalitäten und begleiten Sie auch nach der Adoptionsfreigabe. Sie können sich jederzeit bei uns melden, wenn Sie ein Gespräch wünschen. Wir vermitteln Ihnen auf Wunsch auch gerne eine Fachperson in Ihrer Region, wenn es um eine vertiefte Auseinandersetzung geht über Fragen, die Sie beschäftigen.

Sie können sich ebenfalls bei uns nach Ihrem Kind erkundigen. Es besteht die Möglichkeit eines Briefkontaktes mit den Adoptiveltern über unsere Stelle.

Download Broschüre: Ein Kind zur Adoption freigeben (PDF)

Ebenfalls Beratung erhalten können Sie unter www.hilfeschwanger.ch

Option Vertrauliche Geburt

Ist eine Frau in Not? Sie hat Gründe, aus denen niemand erfahren darf, dass sie schwanger ist? Sie hat sich entschieden, das Baby nach der Geburt zur Adoption freizugeben und niemand darf oder soll davon wissen? In der Schweiz gibt es die Option der vertraulichen Geburt. Anders als das Babyfenster oder die anonyme Geburt – Ersteres liegt hierzulande in einer gesetzlichen Grauzone, Letztere ist verboten – ist die vertrauliche Geburt legal und die Mütter hinterlegen ihre Personalien. Die Kinder haben also später die Möglichkeit, nach ihnen zu suchen. Nicht nur aus diesem Grund haben sich einige Kantone entschieden, die Möglichkeit der vertraulichen Geburt bekannter zu machen und auf die Errichtung von Babyfenstern zu verzichten: Bei der vertraulichen Geburt gebären die Frauen im Spital oder Geburtshaus und erhalten eine gute Versorgung sowie psychologische Betreuung. PACH Pflege- und Adoptivkinder Schweiz erhält in letzter Zeit vermehrt Anfragen, die eine vertrauliche Geburt betreffen, und erachtet diese als echte Alternative zu Babyfenstern.

Und so gehen betroffene Frauen vor: Bereits in der Schwangerschaft können sie sich an ihre Gynäkologin / ihren Gynäkologen, ans Spital oder die Hebamme wenden und die vertrauliche Geburt wünschen. Ihre Personalien werden dann hinterlegt, und die Frauen erhalten ein Pseudonym oder einen Code für Vorsorgeuntersuchungen, Geburt und Nachsorge. Auf allen Akten steht der Vermerk «Vertraulich», die Angaben bleiben geheim. Die Meldung auf dem Zivilstandsamt und bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB erfolgt ebenfalls vertraulich. Die effektiven Daten werden nur von wenigen involvierten Personen bearbeitet. Arzt- und Spitalrechnungen gehen direkt an die Krankenkasse, wo das Kind auch mit der Adresse der KESB oder des Sozialamts angemeldet werden kann. Die Personalien der Mutter werden bei der KESB vertraulich aufbewahrt.

Medienmitteilung der Schweizer Regierung

Merkblatt für die Geburtsabteilung in Spitälern des Kantons Bern (PDF)

Begleitete Austauschgruppen

Begleitete Austauschgruppen ermöglichen Auseinandersetzung auf Augenhöhe. In diesem Angebot beraten und unterstützen sich Mütter und Väter, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben, gegenseitig. Ihr Ziel: Einen Umgang mit dieser Entscheidung und den damit verbundenen Gefühlen zu finden, der für sie passt.

Download: Ich habe mein Kinder zur Adoption freigegeben (PDF)
Hier geht’s zur Anmeldung.

Suche nach dem Kind

Seit dem 1. Januar 2018 ist es leiblichen Eltern – und auch leiblichen Geschwistern – erlaubt, nach ihrem Kind, ihrer Schwester oder ihrem Bruder zu suchen. Ein Kontakt zu den Eltern kann allerdings nur entstehen, wenn das gesuchte minderjährige Kind urteilsfähig ist und auch seine Adoptiveltern einer Kontaktaufnahme zustimmen, oder wenn das erwachsene Kind einverstanden ist. Im Falle der leiblichen Geschwister muss das Kind in jedem Fall volljährig und mit einem Kontakt einverstanden sein.

Sind Sie auf der Suche nach Ihrem Kind oder einem leiblichen Geschwister? Ihre erste Anlaufstelle ist die Kantonale Zentralbehörde Adoption Ihres Wohnkantons oder des Kantons, in dem die Adoption durchgeführt wurde.

PACH übernimmt in einigen Kantonen die professionelle Beratung und Begleitung der Betroffenen während des Suchprozesses; in welchen Kantonen dies der Fall ist, sehen Sie hier.